Alltägliche Merkwürdigkeiten


01.03.2021: Kartenzahlung bitte...

Angesichts der vielfältigen Ansteckungsmöglichkeiten schießen Vorschläge und Verbote ins Kraut. In Düsseldorf gibt es ein Verweilverbot, man soll weder stehenbleiben noch sich in die Sonne setzen dürfen. Verstehen muss man das nicht – sagen wir einmal so: ich verstehe es nicht. Es wird sicher Gründe haben, ich phantasiere, dass Menschen stehen bleiben, sich dabei unterhalten wollen und sich dadurch evtl. zu nahekommen können. Nun gut – oder eben auch nicht!

Kartenzahlung wird in vielen noch geöffneten Geschäften erwünscht. Dagegen ist nichts einzuwenden, zumal man die Karte nur noch auflegen und gar nicht mehr einschieben muss. Klingt hygienischer, als Geldscheine- und münzen zu berühren. Also gilt für mich: Kartenzahlung.

Bei einem großen Lebensmittelgeschäft sieht man das Zeichen für WLAN-Verbindung oben im Display auf dem Kartenlesegerät. Gesagt, getan, es funktioniert auch.

In einem anderen Discounter an der Kasse suche ich das Display, da steht der Betrag, das Kontaktteilchen für die Karte ist aber über dem Gerät angebracht, leicht zu übersehen, die freundliche Kassiererin, zeigt mir, wo ich meine Karte hinhalten darf.

Und nun werde ich noch mein Auto tanken. Auch hier werde ich, wie ich mir vorgenommen habe, die Karte zücken. Das mich beschäftigende Symbol ist weder auf dem Display noch über dem Display…ups, wo ist denn das? An der Seite, darauf weist mich die Tankstellenfrau hin.

Es ist spannend, dass es offensichtlich ganz viele Kartenlesegeräte gibt und ich entdecken kann, wo ich die Karte hinzuhalten habe. Der immer um gute Laune besorgte Radiomoderator meinte heute Morgen, dass viele darüber klagen, dass die Zeit so langsam vergeht. Er stellte fest, dass liegt am Gleichklang der Tage, man soll Abwechslung ins Leben bringen, z.B. einmal einen anderen Weg zur Arbeit fahren etc..

Vielleicht ist es das: Die unterschiedlichen Kartenlesegeräte sollen mich fordern, es ist immer etwas Neues zu entdecken und dann vergeht die Zeit langsamer.

Das Ganze kann man auch noch potenziert haben beim öffentlichen Nahverkehr – da funktioniert jeder Automat in jedem Bundesland, in jeder Stadt anders.


05.02.2021: Was der Welt noch gefehlt hat...

ist das „Mund-abwisch-Tuch. Servietten mit ihrem Zweck zu bedrucken, ich glaube diese Aufschrift mit Benutzungsart ist wirklich eine gute Idee. Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass so mancher Gast die Serviette neben dem Teller bemerkte, verschämt wegschaute und sie nach dem Essen unberührt liegen ließ?

Imeinem Leben gibt es eine ganze Reihe Selbstverständlichkeiten, die eben, weil sie solche sind, nicht erklärt werden müssen. Aber zunehmend berichten Menschen, die im Bildungswesen beschäftigt sind, das nichts mehr selbstverständlich ist. Auch die elementarsten Dinge müssen vermittelt werden, oft in den Schulen, weil das Elternhaus versagt. Ob diese Wahrnehmung an mir, an meiner Generation liegt, dieser Frage will ich nachgehen.

Masken, Mund und Nasenschutz oder wie auch immer man dazu sagt ist für mich nicht selbstverständlich, die Kinder unserer Nachbarn sind im Grundschulalter, sie tragen diese Dinger ohne, dass es ihnen etwas ausmacht, ohne dass es sie stört – es ist etwas Selbstverständliches.

Was man kennt und was man gewohnt ist, wird zur Selbstverständlichkeit und das hat mit den Weltbedingungen zu tun, mit denen man aufwächst. Die längerfristig prägenden Ereignisse und die sozialen und umweltbedingten Einflüsse von Jahrgängen erforscht die Soziologie in sogenannten Kohorten. Na ja, so theoretisch ist das nicht so witzig wie in der Praxis.

Bei einer netten Einladung in ein gutes Hotel, freuten sich alle auf das hervorragende Essen. Zuerst musste bestellt werden, die Getränke waren an der Reihe. Da fiel im gesamten Lokal der Strom aus. Also funktionierten die elektronischen Erfassungsgeräte des jungen Servicepersonals nicht. Sie entschuldigen sich vielmals und richteten aus, dass man noch nicht wisse, wie das mit dem Essen gelingen könnte, da ein Ende des Stromausfalls nicht abzusehen sei.

Der uns in das Restaurant eingeladen hatte, schmunzelte und antwortete, dass er sich aber über die Getränke freuen würde. Konsterniert und verdutzt wurde er angesehen. „Geht nicht, wie sollen wir die Getränke aufnehmen?“, lautete die Antwort. Alle Gäste, die eher der älteren Generation angehörten, gerieten ins Lachen. Der Gastgeber schmunzelte und meinte, dass es doch wohl irgendwo im Restaurant noch einen Stift und Papier gäbe, auf das man die Wünsche notieren könne.

Solange nicht auf dem Clopapier stehen muss: „Po-abwisch-Tuch“ ist für mich die Welt noch in Ordnung.


05.01.2021: Corona-Allerlei

Es gibt den Ausspruch: „Alter ist nichts für Feiglinge“. Ich denke, er ist auch auf die Corona Zeit anwendbar. “Corona-Zeit ist nichts für Feiglinge“.  Aber vielleicht etwas für Faulpelze. Die „beste“ Ausrede des letzten Jahres für alles, was nicht gut war, was nicht lief, vor allem auch im kirchlichen Bereich, lautete: „Das ist Corona bedingt zu erklären“.

Meine Nachfrage bei einer kirchlichen Stiftung, ob man ihre Arbeit, außer mit Zu-spenden, in einer anderen Form, z. B. ehrenamtlich unterstützen könnte, wurde beschieden mit dem Hinweis: „Es sind schlechte Zeiten, bei uns ist durch Corona alles lahmgelegt“. Ein Hinweis, dass sie evtl. zu späteren Zeiten auf mich zukommen würden, fehlte. Also blieb mir nur, den, bei dieser Stiftung Arbeitenden, bessere Zeiten zu wünschen. Obwohl sich mit besseren Zeiten im Bereich dieser Stiftung wohl wenig ändern wird. Bessere Zeiten allein werden nichts und niemanden weiterbringen. Es sind die persönlichen Entscheidungen, wie ich mit dem, was das Leben bietet, umgehen will oder wie ich in diesen besonderen Zeiten z.B. meine Arbeit bei der Stiftung machen will oder eben nicht.

Wie viele Idee haben Kirchengemeinden, die keinen Gottesdienst anbieten, sie packen Päckchen zum Hören, Sehen, Riechen und Schmecken von Gottes Botschaft. Sie ermöglichen Andachten zum Hören und zum Sehen im Internet oder als Paper an bestimmten Stellen abzuholen. Es gibt vieles mehr, was man erwähnen könnte.

Und dann ist da noch der Wunsch: „Bleiben Sie gesund!“. Dieser blieb mir mit Beginn seines Aufkommens im Hals stecken – ich wusste allerdings nicht warum. Vielleicht wegen des „Bleibens“? Es sind nicht alle Menschen gesund und Corona ist nicht die einzige Krankheit, die es gibt. Eine Formulierung wie „Bleiben Sie gesund“ kann eher die Assoziation der Bedrohung hervorrufen. Gedanken entstehen, wie gefährdet ist meine Gesundheit? „Bleiben Sie zuversichtlich; Gott sei mit Ihnen; Hoffnung begleite Sie“, sind performative Sätze, die die gute Wirklichkeit durchscheinen lassen.

Worauf kommt es an? Ich denke, sich der Situation zu stellen und zu schauen, was man daraus machen kann. Und flapsig, gut gemeinte Wunschsprüche, sind nicht das Ende der gedanklichen Fahnenstange.   

Karikatur von Klaus Stuttmann

 

01.12.2020: Weihnachten...

Mit dem ersten Dezember des Jahres 2020 treten weitere Corona Maßnahmen in Kraft, ein sogenannter Teillockdown wird weitergeführt und je nach Infektionszahlen variiert.

Etwas unsicher wird man, wenn dringend von Verwandtschaftsbesuchen abgeraten wird, dann aber doch wieder diskutiert wird, dass die Hotels über die Festtage für Familienbesucher geöffnet haben sollen. Viele sind mit den Bekämpfungsschritten einverstanden, eher wenige nicht; einigen ist es zu viel, den anderen ist es zu wenig und wieder andere vermissen Langzeitstrategien.

Auffallend ist, dass Weihnachten nun tatsächlich aus aller Munde als Familienfest deklariert wird. Die Politik sagt es uns täglich. Lediglich der CDU-Fraktionsvorsitzende wagte, zaghaft in die Debatte zu werfen, dass er bei den Diskussionen vermisse, dass Weihnachten ein christliches Ereignis ist, das begangen wird. Nach diesen Worten ruderte er sofort zurück und meinte, dass es jetzt um etwas anderes gehe, nämlich um die Überlegungen bezüglich Corona.

Jetzt haben wir es offiziell, Weihnachten ist das Familienfest, wer es nicht wusste oder nicht wahrhaben wollte, der weiß es jetzt. Sprache definiert.

Eine Karikatur von Klaus Stuttmann im Buxtehuder Tageblatt zeigte vor Kurzem Maria und Josef und das Christuskind. Josef sagt zu Maria: „Bei uns waren Opa und Oma doch auch nicht dabei“.

Christliche Feste werden umgewertet und angesichts der allseits aufflammenden Diskussionen über die Wirksamkeit von Sprache, im Bereich Gender oder Historie, ist es natürlich fatal, dass das christliche Weihnachtsfest unter dem Namen Familienfest firmiert.

Wenn diese Namensgebung allgemeiner Brauch wird, zementiert sie den Inhalt. Viel hat das Familienfest, sprich Weihnachten, für mich nicht mit der christlichen Botschaft zu tun. Jesu Familie waren die Menschen, die zu ihm gehörten und zu ihm standen: Eben ein anderes Wertesystem. Einen neuen Familienbegriff hat er geprägt, größer und umfassender als die Ideologie: „Blut ist stärker als Wasser“.

Als Christen, Schwestern und Brüder überall auf der Welt feiern wir Weihnachten.


10.11.2020: Erntezeit

Für mich ist der Oktober nicht nur der Erntemonat, sondern in besonderer Weise der Monat der Äpfel. Gerade hier im Alten Land, dem größten zusammenhängenden Obstgebiet Nordeuropas, in dem Kirschen, Birnen und vor allem Äpfel reif werden. Geworben wird auf den großen Transportern, die die Früchte in ganz Deutschland verteilen, für diese Äpfel mit dem Slogan: „Gereift im milden Klima der Elbe“.

Bis vor kurzem hingen sie an den Bäumen auf den unzähligen Feldern in gelben, grünen und roten Farben. Nun sind sie abgeerntet und man kann sie bei uns in den Hofläden oder bei Discountern unter regionalen Produkten kaufen.

So griff ich denn nach einen Sixpack Boskop aus dem Alten Land. „Besonders als Bratapfel geeignet“, hieß es auf der Verpackung. Dass es leider eine „Unverpackung“ aus Plastik war, will ich jetzt einmal Außen vorlassen – mea culpa -.

Bratapfel wollte ich noch keine machen, die haben bei mir erst im Dezember Saison. Also, waschen, aufschneiden, Kerngehäuse rausschneiden und verspeisen! Irgendwie war das Fruchtfleisch nicht so knackig wie vorgestellt. Aber das ist Natur, das kann schon passieren. Ich nahm mir den zweiten Apfel vor. Bearbeitete ihn genauso und fand ein verfaultes Kerngehäuse, was mich stutzig macht. Die Neugier war geweckt und die restlichen Äpfel mussten dran glauben - und siehe da, alle Kerngehäuse waren angeschimmelt und angefault. Da hatte ich wohl die falsche Packung erwischt, war mein erster Gedanke, so ist das eben, ist aber trotzdem ärgerlich.

Mein nächster Besuch beim Supermarkt, am Obstregal, ich nahm ein Stoffsäckchen mit, preiste mir die unterschiedlichsten Apfelsorten an. Spannend war für mich das Schildchen, das ich bei einigen Sorten fand: Neue Ernte. Ich fragte mich: Warum wird etwas für mich im Oktober Selbstverständliches auf die Schilder geschrieben, wie „Neue Ernte“?

Ich glaube mir wäre dazu nichts eingefallen, hätten sich da nicht die Bilder meiner aufgeschnittenen Boskopäpfeln in meinem Kopf gemeldet. Die Vermutung legt sich nah, dass ich letzte Woche alte Äpfel vom Oktober 2019 erstanden habe und der gut gemeinte – oder wie auch immer- Hinweis, dass sich diese Äpfel besonders gut als Bratapfel verwenden lassen, diente der Verschleierung, dass es sich um Vorjahresäpfel handelte, weil man beim Bratapfel das Kerngehäuse in der Mitte entfernt und auf diese Weise evt. übersieht, dass sie schlecht sind.



30.10.2020: Wunder gibt es immer wieder…...

Nun haben wir Maskenpflicht, oft nicht nur in Geschäften sondern auch auf Straßen und Plätzen. Maskenpflicht trotz Vermu

„Wunder gibt es immer wieder, man muss sie nur sehen,“ sang erfolgreich Katia Ebstein. Wunder gibt es immer wieder angesichts oder trotz Corona-Pandemie.

Philosophen, kluge Köpfe etc. beschwören die Vorzüge der Bedrohung. Es geht darum, die Stunde zu nutzen, die Chancen zu erkennen: „Weniger, langsamer, klimabewusster…“. Das leuchtet mir ein.  Wie das aber genau gehen kann, sagt niemand. Im Moment sehe ich viele einsame Menschen, die noch einsamer sind, Sterbende, die allein Abschied von der Welt nehmen müssen.

Wo gibt es Lichtblicke? Bitte halten sie sich fest - beim Arzt, beim Arztbesuch! Da sind Wunder passiert. Im sonst knallvollen, bakterienverteilenden Wartezimmer meiner Ärzte sitzt ein Patient, der sonst bevölkerte Flur ist mit zwei Patienten bestückt. Die Wartezeit von sonst mindestens eine Stunde ist auf Sofortaufruf zum Gang in das Arztzimmer geschrumpft. Ich gehe mit Termin zum Arzt und bin innerhalb kürzester Zeit und behandelt wieder draußen und das ist kein Einzelfall!!

Es geht: Terminvergaben beim Arzt, die eingehalten werden, welche Wunder. Wie kann das überhaupt sein. Jahrelang wurde erzählt, dass es in keiner Praxis wirklich möglich sei, die Wartezeiten gering zu halten. Corona scheint allmächtig zu sein.

Mit Verlaub gesagt, ich frage mich natürlich, warum man eine Pandemie benötigt, um eine halbwegs vernünftige Terminplanung hinzubekommen? Nun gut, diese Frage durfte man sich zu Normalzeiten eben gar nicht stellen.

Ich fasse es einfach nicht – es klappt, nicht nur beim Hausarzt, auch beim Facharzt.

Alles ist möglich, wenn Corona es will. Warum gehen gute Sachen, wie Nicht-Warten-Müssen beim Arzt im übervollen Wartezimmer mit Ansteckungsgefahr nicht auch ohne Pandemie und im normalen Alltag?

Bitte eine Erklärung – ich weiß keine! Ich bin dankbar für Antworten oder ich werde ewig weiterdenken müssen: „Wunder gibt es immer wieder.“



17.10.2020: Maskenpflicht?

Nun haben wir Maskenpflicht, oft nicht nur in Geschäften sondern auch auf Straßen und Plätzen. Maskenpflicht trotz Vermummungsverbot. Wie schnell sich Themen und Werte ändern können. Keine Frage, die Gesundheit der Bevölkerung steht über dem Gesetz, dass man sich nicht vermummen darf. Ist Maske eigentlich das richtige Wort? Wann trägt man Masken, frage ich mich?

Masken werden im Karneval getragen, um sich unkenntlich zu machen, sich zu verkleiden, ein anderer zu sein. Masken tragen Feuerwehrleute oder Menschen, die mit giftigen Gasen in Berührung kommen. Also, wie soll das Ding heißen, dass wir tragen sollen? Mund- und Nasenschutz? Auch nicht viel besser, weil ich nicht unbedingt meinen Mund und meine Nase schütze, sondern die gesamte Person des anderen, der mir begegnet. Die Gesichtskleiderordnung hat begonnen, auch wenn ich und viele andere nicht wissen, wie wir es bezeichnen sollen.

Trotzdem ist das Tragen dieser Dinger für mich lästige Pflicht. Es ist notwendig angesichts einer übermäßigen Bedrohung und macht das Benutzen sinnvoll. „Sieh` es doch als modisches Accessoire an,“ hieß ein gutgemeinter Rat. Das ist eine Möglichkeit, und diese sogenannten Gesichtsmasken werden ja in allen Formen und Farben angeboten. Auch Aufschriften sind möglich.

Es gab eine Zeit, in der man sein Leben auf dem Auto verewigte. Da konnte man lesen: „Abi 2019“, „Opa 2020“ etc. etc.. Persönliche Ereignisse könnte man jetzt per Maske sprichwörtlich vor sich hertragen. Warum nicht? Dann hat das Maskentragen nicht nur die Botschaft, dass ich nicht zu den Pandemieleugnern gehöre, sondern noch eine andere. Meins wird diese Idee nicht. Sollte uns diese Pflicht aber noch viel länger erhalten bleiben, kann man sich das Tragen damit versüßen.

Folgenden Aufschrift-Vorschlag mag einige schockieren, andere amüsieren:



03.10.2020: Willkommen zuhause!

Von den Alltagsmerkwürdigkeiten werde ich nun immer wieder berichten, nachdem das Reistagebuch geschlossen ist. Abgeschlossen ist die Reisetätigkeit für uns wahrscheinlich noch nicht, aber im Moment steht das Ankommen und Einleben im deutschen Alltag an.

Wenn man, wie wir, sozusagen von außen oder neu das Leben in Deutschland anschaut, fällt Einiges auf, was sonst das Blickfeld durch Gewöhnung und Gewohnheit nicht betritt.

Mein erster Gottesdienstbesuch fand vor der Kirche im Freien mit gebührendem Abstand statt. Mundschutz, Desinfektion, Anschrift hinterlassen, alles war nach Vorschrift geregelt. Störend war der Straßenlärm und vieles mehr. Gesungen wurde auch, aber vom Liedblatt. Die Verantwortlichen hatten sich redlich bemüht, alles richtig zu machen.

JW-201022-HGS

Sehr interessant war für mich, die ich mich mit dem PKW zu diesem Ort bewegte, dass ich an einem Flohmarkt auf einem großen Platz eines Autohauses vorbeikam und feststellen musste, dass viele Menschen dort dicht gedrängt ohne Mundschutz von Tisch zu Tisch zogen. Es waren keine Ordner zu sehen, der Zugang war nicht beschränkt.

Das ist kein Einzelfall lernten wir, als wir heute eine Gartenmesse besuchten. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker und trage meinen Mund- und Nasenschutz, aber es gibt doch Auffälligkeiten, die zu denken geben, und vor allem nicht nachvollziehbar sind.

So einiges Unstimmiges zeichnete sich in dem Augenblick ab, als die Coronaregeln just zu den Ferienzeiten gelockert wurden; und das Ergebnis zeigt sich jetzt im massiven Anstieg der Ansteckungsfälle. Nicht nur Entscheidungsinstanzen treffen zum Teil widersprüchliche Verfügungen, auch das Schicksal scheint Spaß am Unverständlichen zu haben: Donald Trump erkrankt an Corvid 19.

Das Leben ist wie es ist, manches Mal unverständlich durch menschliches Handeln, das andere Mal zu komisch, ohne menschliches Dazutun.


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